Es ist kalt, dunkel und ungemütlich – der Winter gilt für viele als radfreie Zone. Dennoch schwingen sich jeden zweiten Freitag im Februar Menschen weltweit auf das Fahrrad und trotzen dem eisigen Fahrtwind. Warum? Ganz einfach: Weil Radfahren mehr ist als ein Sommervergnügen!
Der Winter Bike to Work Day macht genau darauf aufmerksam. Der Aktionstag zeigt, dass Radfahren auch bei Kälte gesund, umweltfreundlich und alltagstauglich ist. Ziel des Tages ist es, das ganzjährige Pendeln zu fördern und die Vorteile des Radfahrens zu würdigen – von der Verbesserung der Gesundheit bis hin zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Und wie funktioniert eine solche Aktion am besten? Richtig: wenn alle mitmachen!
Bevor wir losradeln: Die Geschichte des Winter Bike to Work Day
Der Winter Bike to Work Day wurde 2013 als kleine Initiative von finnischen und kanadischen Fahrradaktivistinnen und Aktivisten gestartet. Von Anfang an stand im Mittelpunkt, die Freude am Winterradeln zu teilen – ganz ohne Leistungsdruck oder Wettbewerb.
Im ersten Jahr nahmen nur wenige hundert Menschen aus Kanada, Finnland und den USA teil. Heute treten tausende Radfahrerinnen und Radfahrern aus zahlreichen Ländern jedes Jahr am zweiten Freitag im Februar in die Pedale. Die Botschaft ist klar: Winterradeln ist keine extreme Ausnahme, sondern kann ein normaler Bestandteil des Alltags sein – egal, ob man täglich fährt oder einfach einmal im Jahr die winterliche Fahrt zum Büro ausprobieren möchte.
Warum Winterradeln gesund, umweltfreundlich und motivierend ist
Winterzeit ist leider häufig auch Grippezeit. Für alle, die das Auto gerne stehen lassen oder auf Bus und Bahn angewiesen sind, kann gerade die Erkältungssaison eine zusätzliche Motivation sein, aufs Rad zu steigen: So lässt sich Menschenmengen aus dem Weg gehen, das Ansteckungsrisiko reduzieren – und gleichzeitig Körper und Geist in Schwung bringen. Radfahren im Winter wirkt dabei gleich mehrfach positiv:
Frische Luft und Bewegung:
Kalter Fahrtwind weckt den Kreislauf und steigert die Aufmerksamkeit. Schon wenige Minuten auf dem Rad bringen Herz, Lunge und Muskeln in Schwung.
Tageslicht und Wohlbefinden:
Gerade im Winter sind die Stunden mit natürlichem Licht knapp. Wer das Fahrrad nutzt, kommt regelmäßiger ins Tageslicht und tankt nicht nur wertvolles Vitamin D, sondern profitiert auch mental. Bewegung und Licht zusammen steigern die Stimmung, fördern die Konzentration und wirken Winterdepressionen entgegen.
Mini-Auszeit im Alltag:
Der Arbeitsweg wird zur aktiven Pause, die Körper und Geist gleichermaßen guttut und den Start in den Tag erleichtert.
Immunsystem stärken:
Wechsel zwischen warmer Wohnung, kalter Luft und Bewegung trainiert Kreislauf und Abwehrkräfte. Die Schleimhäute in Nase und Rachen werden besser durchblutet, wodurch Erkältungserreger weniger Chancen haben.
Schneller und unabhängig unterwegs:
Auf kurzen Strecken ist das Fahrrad oft schneller als Bus, Bahn oder Auto – selbst bei winterlichen Bedingungen. Wer sich auf geräumten Radwegen bewegt, spart Zeit und bleibt flexibel.
Kein schlechtes Wetter – nur schlechte Vorbereitung: 5 Winterradeln-Tipps
Manchmal ist der größte Gegner nicht die Kälte, sondern der innere Schweinehund. Ist dieser erstmal überwunden, merkt man schnell: Es ist meist weniger unangenehm als gedacht – und oft überraschend belebend. Mit der richtigen Vorbereitung wird Winterradeln alltagstauglich und sicher.
Unser Rad-Geber fürs Winterradeln:
- Zwiebellook statt Daunenmonster
Mehrere dünne Schichten halten wärmer als eine dicke Jacke. Funktionskleidung sorgt dafür, dass Feuchtigkeit nach außen entweicht und der Körper nicht auskühlt – ideal, um die Temperatur unterwegs zu regulieren. - Hände und Füße zuerst schützen
Kalte Finger oder Zehen können die Motivation schnell dämpfen. Warme Handschuhe, dickere Socken oder Überschuhe sorgen dafür, dass die Fahrt auch bei niedrigen Temperaturen komfortabel bleibt. - Gesehen werden – und selbst gut sehen
Im Winter sind Sichtverhältnisse oft schlechter. Funktionierende Beleuchtung, Reflektoren und helle Kleidung erhöhen die Sicherheit deutlich und sorgen dafür, dass man auch bei Dämmerung oder Nebel gut wahrgenommen wird. - Technik-Check nicht vergessen
Gut funktionierende Bremsen, eine saubere und geölte Kette sowie Reifen mit ausreichend Profil geben Sicherheit – besonders bei Nässe, Laub oder leichtem Schneematsch. Ein kurzer Check vor der Saison zahlt sich aus. - Vorausschauend und angepasst fahren
Bei Schnee, Nässe oder Glätte gilt: ruhig bleiben und die Fahrweise anpassen. In Kurven möglichst weder treten noch bremsen, Bremsmanöver frühzeitig und dosiert durchführen. Besonders rutschig sind Bodenmarkierungen, Kopfsteinpflaster, Brücken und schattige Stellen. Wer langsamer fährt, ausreichend Abstand hält und auf gleichmäßige Lenkbewegungen achtet, kommt sicherer ans Ziel.
Vom Aktionstag zur Routine: So gelingt ganzjähriges Pendeln mit dem Fahrrad
Wie bei vielen neuen Gewohnheiten beginnt auch diese Routine klein. Viele, die am Winter Bike to Work Day aufs Rad steigen, merken schnell, dass sie den Arbeitsweg gerne öfter so zurücklegen möchten. Aus einer Fahrt werden mehrere – und aus mehreren Fahrten entsteht eine Routine.
Diese Routine schafft nicht nur die Basis für gesunde Alltagsgewohnheiten, sondern auch für nachhaltige Mobilität im Unternehmen. Damit Radfahren langfristig funktioniert, braucht es mehr als einzelne Aktionstage: sichere Wege, eine motivierende Gemeinschaft – und die passende Ausstattung.
Hier können Unternehmen einen entscheidenden Beitrag leisten. Fahrrad-Leasing erleichtert den Zugang zu verlässlichen, alltagstauglichen Fahrrädern und unterstützt Mitarbeitende dabei, das Rad ganzjährig in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Company Bike begleitet Unternehmen genau auf diesem Weg – von der ersten Idee bis zur gelebten Mobilitätsroutine.
Der Winter Bike to Work Day ist keine Mutprobe und kein Leistungswettbewerb. Er ist eine Einladung, Neues auszuprobieren – und ein starkes Zeichen dafür, dass nachhaltige Mobilität im Team einfacher gelingt.
Euer Unternehmen hat noch kein Fahrrad-Leasing? Sprecht uns gerne an!
